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Groenewold-Brief erhöht Druck auf Wulff

Das Verfahren gegen Ex-Bundespräsident Wulff zieht sich offenbar weiter in die Länge. Laut eines Medienberichts übergab die niedersächsische Staatskanzlei kurz vor Weihnachten einen brisanten Brief an die Staatsanwaltschaft.


Das Verfahren gegen Ex- Bundespräsident Christian Wulff zieht sich offenbar weiter in die Länge. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, übergab die niedersächsische Staatskanzlei kurz vor Weihnachten einen brisanten Brief an die Staatsanwaltschaft Hannover. Dadurch sei nicht vor März mit der Entscheidung über eine Anklage zu rechnen.

In diesem Brief aus dem September 2008 bittet der Unternehmer David Groenewold Wulff offenbar um Unterstützung bei der Vermarktung des Films "John Rabe". Groenwolf schrieb, er habe den Siemens-Konzern bislang nicht als Sponsor gewinnen können und bat Wulff um Hilfe. Der Brief war bisher nur bei Groenewold gefunden worden.

Erst jetzt sei klar, dass er auch in Hannover ankam und laut "Focus" auch Vermerke zweier Wulff-Referenten enthält. Für die Ermittler gehe es nun darum, ob Wulff den Brief zum Anlass nahm, sich an Siemens zu wenden. Fest stehe, dass es einen Brief von Wulff an Siemens in dieser Zeit gab, in der er um Unterstützung für den Film bat.

Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Hannover gehen dem Verdacht nach, dass der Filmproduzent Groenewold für Wulff während seiner Amtszeit als Ministerpräsident von Niedersachsen Hotelrechnungen bezahlt hat. Wulff soll sich im Gegenzug für Groenewold eingesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte im Zuge ihrer Ermittlungen zu dem Fall am 16. Februar 2012 beim Bundestag die Aufhebung der Immunität Wulffs als Bundespräsident beantragt. Einen Tag später trat Wulff zurück.


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