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BKA: Bis zu zwölf NSU-Anklagen

Die Gruppe der Unterstützer der NSU ist womöglich größer als bislang angenommen. Das Bundeskriminalamt rechnet damit, dass sich neben Beate Zschäpe bis zu zwölf weitere Verdächtige vor Gericht verantworten müssen.


Die Gruppe der Unterstützer des rechtsextremen Terrortrios Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ist womöglich größer als bislang angenommen. Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe), er halte die Beweislage für eine Verurteilung des NSU-Mitglieds Beate Zschäpe für ausreichend. "Zudem rechne ich mit weiteren Anklageerhebungen. Letztlich könnten nach derzeitigem Stand bis zu zwölf weitere Personen als mutmaßliche Helfer und Unterstützer vor Gericht stehen."

Ziercke sagte, das BKA habe für den Prozess, der im Frühjahr beginnen soll, rund 7.000 Asservate ausgewertet, darunter knapp 2.600 elektronische Asservate, die zusammen einen Umfang von etwa 64 Terrabyte hätten. Das meiste stamme aus dem Wohnmobil und der Wohnung des Trios. "Wir haben bundesweit über 1.300 Hinweise bearbeitet und mehr als 1.400 Personen zeugenschaftlich vernommen", sagte er. "Insgesamt haben wir etwa 1.000 NSU-Aktenordner für das Gericht erstellt."


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