Nach dem Sturm eines Gefängnisses durch Militäreinheiten sind in Venezuela zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Zeitungen berichteten von 54 Toten und über 80 zum Teil schwer Verletzten. Ein TV-Sender meldete dagegen 25 Todesopfer. Offizielle Zahlen gibt es noch nicht.
Sicherheitskräfte waren demnach in die Haftanstalt in Uribana im Bundesstaat Lara gekommen, um die Insassen zu entwaffnen. Anschließend kam es zu dem Gewaltausbruch. Der genaue Hergang des Vorfalls ist noch unklar.
Vizepräsident Nicolas Maduro sprach am Samstagmorgen im Fernsehen von einem tragischen Vorfall. Er kündigte eine offizielle Untersuchung an. Die für die Haftanstalten des Landes verantwortliche Ministerin Iris Varela sagte, die schwere Meuterei sei ausgebrochen, nachdem sich Gefangene gegen die Durchsuchung der Zellen nach illegalen Waffen gewehrt hatten.
Laut Varela entschlossen sich die Behörden zur Intervention, nachdem sie Hinweise erhalten hatten, dass Zusammenstösse zwischen rivalisierenden Banden drohten, die um die Vorherrschaft in der Haftanstalt kämpfen. In Venezuelas Gefängnissen kommt es immer wieder zu Gewalt und Aufständen. Die Haftanstalten des südamerikanischen Landes gelten als chronisch überfüllt.

