Lance Nethery kehrt nach elf Jahren zu den Kölner Haien zurück. Der Ex-KEC-Trainer und die Führung des DEL-Klubs konnten sich auf eine Zusammenarbeit einigen. Am Dienstagabend unterschrieb der 55-Jährige Kanadier einen Vertrag bis 2014.
Nethery soll ab dem 1. Februar die Nachfolge von Geschäftsführer Thomas Eichin antreten, der damit schon früher als eigentlich vorgesehen in die Fußball-Bundesliga zum SV Werder Bremen wechselt.
Mit Nethery konnte der KEC jetzt seinen Wunschkandidaten für die Geschäftsführung präsentieren. Und auch der 55-malige NHL-Spieler, der bereits von 1999 bis 2002 wechselweise als Trainer oder Sportmanager bei den Haien tätig war, freute sich über seine Rückkehr: "Im Sommer habe ich einige Angebote abgelehnt und ich bin mir sicher, dass ich in Köln den richtigen Klub mit einer tollen Perspektive gefunden habe."
Er gehe motiviert an die neue Aufgabe heran. "Die letzten Monate habe ich meine Akkus aufgeladen, die waren nach 20 Jahren einfach leer", sagte er gegenüber einer Kölner Tageszeitung.
Zuletzt war Nethery sportlicher Leiter bei der Düsseldorfer EG, löste seinen Vertrag jedoch im Januar 2012 auf, um sich danach in die USA zurückzuziehen und zu entspannen.
Erholt dürfte der 55-Jährige also sein, wenn er seinen Dienst bei den Kölner Haien antritt. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie Nethery mit der für ihn völlig neuen Aufgabe zurecht kommt. Seine bisherigen Tätigkeiten beschränkten sich zunehmend auf den sportlichen Bereich, in einer Geschäftstelle hat der Kanadier über einen längeren Zeitraum noch nicht gearbeitet. Nun muss er sich auch um Dinge wie den Dauerkartenverkauf kümmern.
Auf den sportliche Bereich wird Nethery wohl keinen Einfluss nehmen, zumindest nicht solange Uwe Krupp noch Trainer bei den Haien ist. Dieser bewertete die Gespräche mit Nethery in den vergangenen Tagen recht pragmatisch, stellte aber klar, dass er sich eine Zusammenarbeit nur dann vorstellen könne, wenn die Kompetenzen des Geschäftsführers klar definiert würden. "Es ist wichtig, dass man mit offenen Karten spielt", sagte Krupp, dessen Vertrag bis 2014 läuft. Gespräche über eine Verlängerung gab es bisher nicht.

