Bayer Leverkusen ist die Revanche für die Auftaktniederlage zu Beginn der Saison geglückt. In einer recht einseitigen Partie schlug die Mannschaft von Trainerduo Lewandowski und Hyypiä die Eintracht aus Frankfurt mit 3:1.
Dabei durfte Bayers 18-jähriger Winterneuzugang Milik noch nicht mitwirken. Der Pole saß eine Rot-Sperre aus der heimischen Liga ab.
Im Spitzenspiel des 18. Spieltags, bei dem der Vierte aus Frankfurt beim Tabellenzweiten zu Gast war, begannen beide Mannschaften sehr engagiert.
Bayer kombinierte sich gleich einmal gefällig bis in den Strafraum der Eintracht. Nach Schürrles Zuspiel kam Kießling nach gut 45 Sekunden gegen den aufmerksam aus dem Tor geeilten Trapp aber einen Schritt zu spät.
Und auch die Frankfurter tauchten bereits in der 3. Minute erstmals im Leverkusener Strafraum auf, doch Toprak und Leno konnten die Situation entschärfen (3.).
In der Folge wurden dann die Frankfurter Fans im Gästeblock zu den Hauptdarstellern der Partie. Die Anhänger zündeten massiv Pyrotechnik, sodass Schiedsrichter Stark die Partie für etwa fünf Minuten unterbrechen musste.
Im Anschluss an die kurze Unterbrechung ergriff Leverkusen dann mehr und mehr die Initiative. Zunächst setzte Castro mit einem wuchtigen Fernschuss ein Ausrufezeichen (30.). Dann belohnte Boenisch die Leverkusener Bemühungen und verwertete den direkt folgenden Eckball zur Fürhung (31.). Nach einem abgefälschten Kopfball von Kießling konnte der Abwehrspieler das Spielgerät mit der Brust kontrollieren und zog aus knapp zehn Metern ab.
Die anschließende Schockstarre der Frankfurter konnte Bayer dann zu einem Doppelschlag nutzen. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte schickte Schürrle Castro mit einem schönen Pass steil. Dieser stand plötzlich mit Kießling allein vor Trapp und legte den Ball uneigennützig auf den Leverkusener Top-Torjäger quer: 2:0 (33.).
Die Eintracht bemühte sich in der Folge um eine Antwort, doch Leverkusen stand hinten sehr aufmerksam.
Aus der gesicherten Abwehr heraus sorgte die Werkself nach der Pause dann früh für die Vorentscheidung. Nach einem Konter legte Schürrle den Ball auf Kießling ab, der den Ball links am Sechzehnereck noch einmal uneigennützig, aber auch etwas ungenau, querlegte. Schürrle schaffte es jedoch, sich den Ball zu erlaufen und traf im Rückwärtsfallen aus halbrechter Position ins kurze Eck (58.).
Der Rest der Partie wurde dann zu einer Art Schaulaufen der Leverkusener, wobei die Mannschaft kein unnötiges Risiko einging. In der 68. Minute brauchte Bayer dann aber doch ein wenig Glück, als Occean die Kugel aus kurzer Distanz an den Pfosten setzte und der anschließende Abpraller von Lenos Rücken nochmals vom Aluminium aufgehalten wurde.
Doch Bayer hatte auch die Chancen, den Vorsprung auf 4:0 auszubauen. Sowohl Carvajal (70.) als auch Boenisch (73.) konnten ihre Chancen nicht nutzen.
In der 78. Minute drohte die Partie dann doch noch einmal spannend zu werden. Frankfurts Meier nutzte einen Fehler von Wollscheid mit einem überlegten Schlenzer zum 1:3. Das Tor des Top-Stürmers der Eintracht sollte jedoch nur der Ehrentreffer bleiben.

