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USA nach Amoklauf unter Schock

Zwölf Tote, mehr als 50 Verletzte: Der Amoklauf von James Holmes im Kino in Aurora schockiert Amerika. Präsident Obama und Herausforderer Romney unterbrechen den Wahlkampf.


Nach dem Amoklauf von Aurora mit zwölf Toten und mehr als 50 Verletzten stehen die USA unter Schock. Bewohner des Vororts von Denver im US-Staat Colorado legten am Freitag (Ortszeit) vor dem Kino, in dem ein Bewaffneter bei der Premiere des neuen "Batman"-Films zwölf Menschen getötet hatte, Kerzen und Blumen nieder. Mehrere hundert Menschen kamen in der Nähe zu einer Gedenkmesse für die Opfer, viele weinten und konnten die Bluttat noch immer nicht fassen.

Nach Angaben der Polizei setzte der 24 Jahre alte James Holmes drei Schusswaffen ein, außerdem trug er eine Schutzweste und eine Gasmaske, als er das vollbesetzte Kino stürmte.

Unter den hunderten Zuschauern des Films "The Dark Knight Rises" brach Panik aus. "Die Leute fingen an, aus dem Kinosaal zu rennen, es gab Schüsse, als die Polizisten eintrafen und schrien: 'Runter mit Euch'", sagte Benjamin Fernandez der Zeitung "Denver Post".

Laut Polizei wurde der Verdächtige auf einem Parkplatz hinter dem Kino festgenommen; er habe keinen Widerstand geleistet. Medienberichte über einen möglichen zweiten Angreifer wies die Polizei zurück. Nach Angaben des Weißen Hauses gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat. In seiner Wohnung hatte der Amokläufer "ausgefeilte" Sprengfallen ausgelegt, wie Polizeichef Oates sagte. Es könne Tage dauern, alle zu entschärfen.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich "schockiert" über den Amoklauf. Er unterbrach seine Wahlkampftour und kehrte nach Washington zurück. Das Blutbad sei "sinnlos" und "böse", sagte er. In der Trauer um die Opfer seien alle Bürger als "eine amerikanische Familie vereint". Auch sein designierter Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen im November, Mitt Romney, sagte Wahlkampfauftritte ab.


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