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Rückgang beim Entzug des Sorgerechts

Das Jugendamt in Leverkusen musste im vergangenen Jahr weniger Eltern das Sorgerecht entziehen. Insgesamt 16 Mal ist das Jugendamt aktiv geworden, im Vergleich zum Vorjahr ist das fast eine Halbierung der Zahlen.


Das Jugendamt in Leverkusen musste im vergangenen Jahr weniger Eltern das Sorgerecht entziehen. Insgesamt 16 Mal ist das Jugendamt aktiv geworden, im Vergleich zum Vorjahr ist das fast eine Halbierung der Zahlen.

Ein Grund dafür liegt laut dem Leverkusener Jugendamt in der geänderten Gesetzeslage. Demnach haben Richter seit 2011 mehr Spielraum.

Statt Eltern direkt das Sorgerecht zu entziehen, können sie demnach verschiedene Auflagen machen. Das heißt, Eltern müssen dann eine Beratungsstelle aufsuchen oder bekommen einen Erziehungsberater zur Seite gestellt. In den meisten Fällen wurde das Sorgerecht auf das Jugendamt übertragen. Zweimal sind andere Personen eingesprungen.

Im NRW-weiten Vergleich liegt Leverkusen im Trend: Landesweit ging die Zahl der Sorgerechtsentzüge ebenfalls zurück, mit knapp 4 Prozent jedoch nicht so stark wir in Leverkusen.

Angestiegen sind die so genannten Sorgeerklärungen. 181 Eltern haben bekundet, dass sie, obwohl sie nicht verheiratet sind, gemeinsam für ihre Kinder sorgen wollen. Damit steht ihnen dann gesetzlich das gemeinsame Sorgerecht zu.


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