Zwei katholische Krankenhäuser in Köln sind massiv in die Kritik geraten. Sie sollen sich geweigert haben, ein mutmaßliches Vergewaltigungsopfer auf gerichtsverwertbare Spuren zu untersuchen. Das Erzbistum Köln hat diese Darstellung zurückgewiesen. Wenn es dennoch passiert sein sollte, würde dies der offiziellen Linie widersprechen, sagte ein Sprecher des Erzbistums.
Eine 25-jährige Frau war auf einer Party wahrscheinlich mit K.O.-Tropfen betäubt worden und erst später auf einer Parkbank wieder zu sich gekommen. Eine Notärztin konnte eine Vergewaltigung nicht ausschließen und hatte deshalb die beiden benachbarten Kliniken gebeten, mögliche Tatspuren zu sichern. Dies sei aber abgelehnt worden. Die Frau soll auch deshalb abgewiesen worden sein, weil sie die so genannte "Pille danach" bekommen sollte. Hierdurch könnte eine mögliche Schwangerschaft verhindert werden. Die Polizei brachte daraufhin die junge Frau in ein drittes Krankenhaus, das unter evangelischer Leitung steht. Dort wurden dann die erforderlichen Untersuchungen durchgeführt.
Die Abweisung der beiden katholischen Krankenhäuser ist gleich auch Thema in der Sendung am Mittag mit Katharina te Uhle.




