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EU-Desaster: Zuckerberg-Befragung verkommt zur Farce

Die Abgeordnete verpassen in der Datenskandal-Befragung eine Chance

Als alles vorbei war, und das ging schnell, gab es vermutlich mehr Fragen als zuvor. Und das lag nicht nur an Mark Zuckerberg. Die Befragung im Rahmen der Aufarbeitung des Datenskandals um Cambridge Analytica war auf 70 Minuten angesetzt, von denen Parlamentspräsident Tajani gefühlt die Hälfte für ein ausschweifendes Eingangsstatement nutzte.

Auch Zuckerberg hielt eine kleine Rede, in der er sich für die zurückliegenden Verfehlungen entschuldigte. Das tat er allerdings auch schon vor dem US-Kongress und auch sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Anschließend folgten die Fragen der Abgeordneten. Anstatt zur Aufklärung beizutragen, nutzten die Parlamentarier ihre Zeit zur Selbstdarstellung. So wie etwa der Brexit-Verfechter Nigel Farage, der sich darüber beklagte, dass Nutzer "rechts von der Mitte" in Folge der Änderung der Algorithmen weniger Aufmerksamkeit als zuvor bekämen.

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Insgesamt beanspruchten die Fragesteller mehr Zeit, als Mark Zuckerberg für seine Antworten blieb. Die Fragen wurden im Paket gestellt, Nachfragen waren in dem Format nicht vorgesehen. So konnte sich Zuckerberg sozusagen die Rosinen rauspicken und zeigte den Abgeordneten dann auch, wie PR geht: "Keiner bei Facebook will Fake News." Regulierung, so der Facebook-Chef, sei notwendig, sie müsse aber genug Raum für die Entwicklung von Technologien lassen. 20.000 Menschen sollen bis Ende des Jahres eingestellt werden, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Das verspreche zwar weniger Profit, aber "Menschen zu schützen, ist immer wichtiger, als unsere Gewinne zu maximieren".

Zuckerberg kündigte weitere Maßnahmen an, von denen die meisten längst bekannt waren und blieb ansonsten vage. Schließlich bemerkte er, dass er "auf die Zeit achten" müsse. Am Ende blieben eigentlich alle wichtigen Fragen offen. Schuld daran, darüber waren sich viele Beobachter einig, ist das desaströse Format der Befragung. Immerhin sollen weitere Antworten nun schriftlich nachgereicht werden, wie der Facebook-Chef zusicherte.

Jan Treber

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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