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Traum für Eltern, Alptraum für Kinder: Die Switch-App "Altersbeschränkungen"

Haben Sie Angst, dass Ihr Nachwuchs zu viel Zeit vor seiner Nintendo Switch verbringt? In Ihrer Abwesenheit auch solche Spiele konsumiert, die nicht für sein Alter geeignet sind? Oder munter im Online-Shop des Systems auf Einkaufsbummel geht und Sie sich später über eine gesalzene Kreditkarten-Rechnung freuen dürfen? Dann dürfte die neue App "Nintendo Switch Altersbeschränkungen" genau Ihr Ding sein.

Mit dem schon im vergangenen Jahr für Android- und iOS-Handys angekündigten Programm können Eltern das Spielverhalten der Sprösslinge im Auge behalten und genau regulieren. Wer zum Beispiel für bestimmte Wochentage Maximal-Spielzeiten festlegen möchte, hat die Wahl zwischen einer automatischen Abschaltung oder einer Warnmeldung nach Ablauf der Frist. Ob sich Kinder an die Hinweise halten, können Eltern mithilfe der App auch von auswärts kontrollieren, außerdem ist gegebenenfalls eine ferngesteuerte Abschaltung des Geräts möglich. Ähnliche Optionen gibt es für den Fall, dass auf dem System Titel gespielt werden, die für die kleinen Konsumenten noch nicht geeignet sind. Besonders wichtig: Wer durch den eShop schlendern will, muss vorher eine mit dem jeweiligen Nintendo-Account verknüpfte PIN-Nummer eingeben - sonst muss er draußen bleiben.

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Das System funktioniert offenbar gleich so gut, dass Nintendo dafür Lob von der "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle" ("USK") und der "Kommission für Jugendmedienschutz" ("KJM") bekommt. Der KJM-Vorsitzende Dr. Wolfgang Kreißig redet sogar von einem "Meilenstein", denn Nintendos Switch erfüllt damit als erste Spielkonsole die Vorgaben des 2016 überarbeiteten Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ("JMStV"). Will heißen: Die technischen und Software-seitigen Jugendschutz-Maßnahmen des Geräts wurden von der KJM sowie der USK geprüft und für "geeignet" befunden - etwas, das vorher kein anderes System geschafft hat.

Allerdings rät Nintendo selber in einem humorigen Animations-Video dazu, das Spielverhalten der Kinder nicht drakonisch zu regulieren: Eine ferngesteuerte Abschaltung des schönsten Spiel-Erlebnisses kann die Gefühle von Kindern und Jugendlichen ernsthaft verletzen und sollte nur als allerletztes Maßnahme eingesetzt werden. Außerdem ist es dem Vertrauensverhältnis nicht eben förderlich, wenn sich Kinder ständig durch ihre Eltern beobachtet und von ihnen kontrolliert fühlen.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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