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Kandidat Rolf Albach (FDP)

Rolf Albach ist Diplom-Chemiker. Geboren wurde er 1963 in Bonn. Heute wohnt er in Köln.


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Könnten Sie sich auch vorstellen in einer anderen Partei Mitglied zu sein? Wenn nein: Warum nicht? Wenn ja: Welche und warum?

Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, in einer anderen Partei zu sein. Es gibt keine andere Partei, die wirtschaftliche Kompetenz mit dem Einsatz für Bürgerrechte verbindet. Ich kann mich in keiner Partei wohlfühlen, die meint, erwachsene Menschen überwachen oder erziehen zu müssen. 1983 ist die SPD ihrem Kanzler Helmut Schmidt nicht gefolgt. Die FDP hat damals das, was ich friedenspolitisch für richtig hielt, durchgehalten. Deshalb bin ich in der FDP.

 

Wenn Sie nicht in der Politik tätig wären, was würde der Politik dann fehlen?

Ein Politiker, der sich mit Herzblut für die Region engagiert, in der seine Familie lebt - zwischen Pattscheid und der Stegerwaldsiedlung. Politik auf Basis wissenschaftlicher Fakten, jemand, der sich für die Vernetzung von Wissenschaft und Politik einsetzt.

 

Leverkusen ist eine relativ kleine Stadt mit verhältnismäßig wenigen Einwohnern im Vergleich zu größeren Städten. Wie werden Sie die Interessen der Stadt Leverkusen in Berlin durchsetzen?

Das Rheinland ist in ein Schwergewicht in Europa. Leverkusen ist ein Schwergewicht in der Region bezüglich der industriellen Wertschöpfung und Innovation. So lässt sich die Bedeutung unserer Region und von Leverkusen in dieser Region gut vermitteln.

 

Für die nächsten Jahre sind in NRW, unter anderem auch in Leverkusen, einige Baustellen auf Autobahnen geplant. Darunter fallen zum Beispiel der Neubau der A1-Rheinbrücke und die Verbreiterung der A3 zwischen Leverkusen und Hilden. Was werden Sie in der Hinsicht tun, um Staus zu verhindern oder zumindest zu verringern?

Die A3 soll verbreitert werden, aber unterirdisch.

  • Ein A3-Tunnel soll die Autos aufnehmen, die nicht am Kreuz die Richtung wechseln - mit Ausnahme der Gefahrguttransporte und der Menschen, die Angst vor Tunneln haben. Für die reicht dann der Platz über der Erde ohne Verbreiterung.

Die FDP will eine Vereinfachung der A1-Rheinbrücke, indem Radfahrer und Fußgänger gute Luft auf einer eigenen leichten und preiswerten Brücke bekommen. 

  • Architekten und Ingenieure der Technischen Hochschule Köln habe Konzepte für solch eine Brücke schon mehrfach entwickelt. Ein Beispiel steht in Weil am Rhein. Dieses Konzept muß vom Bundesverkehrsministerium bezahlt werden. Daher ist es ein Thema für die Bundestagswahl.

 

Die A1-Rheinbrücke soll neu gebaut und damit verbreitert werden. Dazu besteht auch die Überlegung in die Giftmüll-Deponie Dhünnaue einzugreifen. Welche Gefahren sehen Sie bei diesem Neubau? Was ist Ihr Vorschlag, um mögliche Gefahren zu verhindern?

Gefahren kann man verringern, gegeneinander abwägen, aber nicht verhindern. Abzuwägen sind:

  • Umwelt und Gesundheit: die Belastungen in Leverkusen gegen die Belastungen anderswo durch Umwege. 
  • Soziales: die Arbeitszeit ist gesetzt. Also geht die Zeit im Stau zu Lasten der Familie.
  • Wirtschaft: Investitionsentscheidungen gegen den Standort Leverkusen haben Folgen für Arbeit und Aufstiegschancen der Menschen hier. Hinzu kommen die Verzögerungen anderer wichtiger Projekte: eingearbeitete Ingenieure sind knapp und dürfen nicht dauernd mit Umplanungen beschäftigt werden.

Parlamente entscheiden, ob Tunnel zu teuer sind - nicht Ingenieure. Bei allen Projekten müssen Tunnel als echte Alternativen mitgeplant und vorgestellt werden. Das gilt speziell für A3 und "Stelze".

Die A1-Rheinbrücke haben sich die alte rotgrüne Landesregierung und die schwarzrote Bundesregierung durch schlechte Bürgerbeteiligung aus der Hand nehmen lassen. Was immer das Gericht entscheiden wird - danach muss es mit Volldampf voran gehen. Als Chemiker vermute ich, dass man das Risiko weiter reduzieren kann als es der Landesbetrieb bisher geplant hat.

 

Leverkusen ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Große Unternehmen haben hier ihren Sitz. Aber das Gewerbesteueraufkommen ist gering, die Stadtkasse leer - ganz im Gegensatz zur Nachbarstadt Monheim. Was ist Ihre Idee, um finanzschwachen Kommunen und speziell Leverkusen zu helfen?

Die kommunale Selbstverwaltung muss auf andere finanziell verlässliche Füße gestellt werden.

  • Dafür muss die klassische Gewerbesteuer abgeschafft und durch anteilige Beteiligung an anderen Steuern ersetzt werden.

 

Wie andere Kommunen hat auch Leverkusen in den letzten Jahren viele Flüchtlinge aufgenommen. Zum Teil waren die Kapazitäten derart erschöpft, dass Turnhallen genutzt und Zelte aufgestellt werden mussten. Nicht nur die Integration der Menschen ist eine große Herausforderung, sondern auch die Finanzierbarkeit der Hilfe. Wie sollte die Politik Ihrer Meinung nach auf die Herausforderungen reagieren?

Wir brauchen die Verbindung von Menschlichkeit und Ordnung. Eins ohne das andere funktioniert nicht.

  • Menschlichkeit und Barmherzigkeit bedeutet, Kriegsflüchtlingen und Verfolgten Schutz und Bildung zu gewähren. Menschlichkeit bedeutet auch, das Ehrenamt zu unterstützen. Menschlichkeit bedeutet auch, Menschen in ärmeren Ländern zu helfen beim Aufbau von Rechtsstaat, Einkommenschancen und Frieden.
  • Ordnung bedeutet, ein Einwanderungsgesetz zu schaffen und den Verwaltungen mit Geld und klarer Führung die Chance zu geben ihren Aufgaben mit dem notwendigen Tempo nachzukommen.

 

Einige Menschen fühlen sich nicht mehr sicher. Zum Beispiel ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Leverkusen relativ hoch. Aber auch die Angst vor Terroranschlägen wirkt sich auf die Stadt aus. Steine schützen die Fußgängerzone, auf den Weihnachtsmärkten patrouillierten bewaffnete Polizisten. Sehen Sie Bedarf darin, die innere Sicherheit zu verbessern? Was sind Ihre Pläne, um in Zukunft mehr Sicherheit zu gewährleisten?

Mehr Licht bedeutet weniger Angsträume.

  • Sogenannte "Gefährder" müssen ganz eng überwacht werden - unbescholtene Bürger auch nicht einmal "ein bisschen".
  • Bei fast allen Anschlägen kannte die Polizei vorher einen der Täter. "Gefährder" müssen von der Polizei eng überwacht werden. Die neue CDU/FDP-Landesregierung wird mehr junge Menschen zu Polizisten ausbilden als zuvor. Die Überwachung von uns allen ohne konkreten Anlass lehnen wir strikt ab.
  • Wir brauchen an vielen Stellen mehr Licht wenn Menschen bei Dunkelheit unterwegs sind. Die Abwägung mit dem Umweltschutz muß stärker zugunsten der Sicherheit balanciert werden. Neue Technik für eine bessere Beleuchtung mit weniger Energieverbrauch und weniger Lichtverschmutzung gibt dazu Chancen.

 

In vielen Familien sind beide Elternteile berufstätig. Ein Einkommen reicht häufig nicht. Trotzdem möchten sich vielfach auch beide Elternteile um den Nachwuchs kümmern. Welche Pläne haben Sie, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können?

Ich plakatiere "Digitalisierung": wir brauchen sichere und schnelle Datenleitungen, um höhere Anteile der täglichen Arbeit daheim erledigen zu können - selbst wenn man auch noch regelmäßig in die Arbeit gehen oder fahren muß.

 

Wohnungen in Leverkusen werden immer teurer und für einige Menschen unbezahlbar. Sie sprechen von einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Wie dringend ist es Ihrer Meinung nach, neue bezahlbare Wohnungen zu schaffen?

Leverkusen braucht dringend mehr Wohnraum im unteren und mittleren Preissegment. Wir wollen durch bessere Abschreibungsregeln und eine begrenzte einmalige Befreiung von der Grundsteuer privates Bauen fördern. Die Wohnungsbauförderung des Bundes muss komplett für neuen Wohnraum sein und darf nie in den Kommunen für andere Projekte verwendet werden. Für Leverkusen müssen auch neue Grundstücke als Bauland erschlossen und in neue Wohnungen umgesetzt werden. Wir erleben ja heute in fast jedem Bauprojekt den Widerstand von Anwohnern.


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