Archiv

Rheinbrücke Vorarbeiten starten nächste Woche

Straßen NRW will jetzt schnellst möglich mit den Vorarbeiten für den Neubau der A1-Rheinbrücke starten. Nächste Woche sollen die Rodungsarbeiten starten.


Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig ist das jetzt möglich. Der Landesbetrieb tritt aufs Gas und will - wenn nötig - auch Teams von anderen Baustellen für die Rodungsarbeiten abziehen. 

Die Rodungsarbeiten sollen rund zwei Wochen dauern und könnten sich damit bis in den März ziehen. Allerdings sind Rodungsarbeiten ab dann wegen der Brutzeit gesetzlich verboten. Um Bäume und Sträucher trotzdem fällen zu können, muss dann ein Ökologe mit vor Ort sein. Er muss dann mögliche Nester in den Bäumen umsiedeln.

Im nächsten Schritt sollen die Versorgungsleitungen verlegt werden. Diese Arbeiten will Straßen NRW jetzt ausschreiben - dafür ist schon alles vorbereitet, sagte ein Sprecher.

Straßen NRW hatte Donenrstagabend einen Teilerfolg errungen: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte per Eilentscheidung den Weg für bestimmte Vorarbeiten frei gemacht. Straßen NRW darf damit ab sofort Leitungen und Kanäle verlegen, Bauleistungen ausschreiben sowie Bäume und Sträucher entfernen.

Allerdings darf der Landesbetrieb noch keine Arbeiten durchführen, die vollendete Tatsachen schaffen. Auch der Eingriff in die Giftmülldeponie Dhünnaue ist Tabu. Laut Gericht ist außerdem noch nicht entschieden, ob die Planung der Brücke rechtmäßig ist. Das soll erst im Laufe des Jahres geklärt werden. Im Zweifel müssten die Arbeiten die jetzt angegangen werden, wieder rückgängig gemacht werden, so das Gericht.

Der Bau der neuen Rheinbrücke ist Thema beim Bundesverwaltungsgericht, weil eine Leverkusener Initiative und zwei Privatleute gegen die Pläne geklagt haben.


Anzeige
Zur Startseite